Buch Neu: “Kapitalismus am Ende?” – Beitrag Exner: “Eine Alternative zur Geldwirtschaft ist nötig”

Vor Kurzem ist der Sammelband zum Attac-Deutschland Kongress “Kapitalismus am Ende?” erschienen. Untertitel: Attac – Analysen und Alternativen.

Der VSA-Verlag hat damit wieder einmal eine wichtige Dokumentation der laufenden Debatten zu Kapitalismus, Krise und Alternativen zustande gebracht. Das Spektrum der Beiträge erstreckt sich vom US-amerikanischen Krisentheoretiker Robert Brenner, der mit seiner vielbeachteten Studie “Boom & Bubble” auch im deutschen Sprachraum stark rezipiert worden ist, über Norbert Trenkle von der Gruppe Krisis, Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, den ILA-Mitarbeiter und Attac-Mitbegründer Werner Rätz, die Publizistin Daniela Dahn, die Attac-Aktivistin und Kongress-Initiatorin Jutta Sundermann und die renommierte US-amerikanische Soziologin Saskia Sassen bis hin zur “marxo-feministischen Legende” Frigga Haug und dem ehemaligen CDU-Generalsekretär Heiner Geißler – um nur eine Auswahl zu nennen.

So breit wie dieses Spektrum ist die Perspektive, die von den einzelnen Beiträgen umrissen wird. Dass da vieles nicht zusammen passt, ja in genau entgegengesetzte Richtungen geht, ist klar. Dennoch war der Kongress – und ist mit ihm das Buch – ein wichtiger Schritt hin zu einer Radikalisierung der Debatten um eine post-kapitalistische Zukunft. Was beim Kongress im Frühjahr 2009 fehlte, war die Inspiration, die Lust auf das Neue. Diese kommt auch im Buch zu kurz. Um dies zu ändern wird es nicht nur weiterer Kongresse bedürfen. Nötig ist eine Rebellion der Leidenschaften, ein Aufstand der Fantasie, kurz: eine Befreiung aus dem selbst geschaffenen Gefängnis von Arbeit, Staat und Kapital.

Leseprobe hier.

Beitrag Andreas Exner – “Eine Alternative zur Geldwirtschaft ist nötig” – hier.

Nachlese zum Kongress hier.

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