Über SINet

Das sind wir: Die Maintainer_innen von SINet

Kontakt unter andreas.exner ÄT aon.at

Andreas Exner, geb. 1973, Diplomstudium Ökologie; mehrere Jahre in vegetationsökologischen Forschungsprojekten an der Universität Wien tätig; arbeitete in der Betreuung von Menschen mit schweren Behinderungen und chronischer psychischer Erkrankung, derzeit in einem ökologischen Büro als Gutachter tätig, dort und an der WU Wien mehrere Forschungsprojekte zu Landnutzung und Solidarische Postwachstumsökonomie, Peak Metal, Peak Oil und Resilienz. Von 2000 bis 2005 bei Attac; Redaktionsmitglied der Streifzüge (www.streifzuege.org) bis 2011; von April 2009 bis Oktober 2010 Arbeiterkammer-Rat der AUGE/UG (Grüne/UG in Kärnten). Danach Austritt aus der Fraktion und Niederlegung des AK-Mandats. Seit 2013 Mitarbeiter des ÖIE Kärnten (siehe Beiträge auf http://www.kaernoel.at/).

Herausgeber von “Losarbeiten-arbeitslos? Globalisierungskritik und die Krise der Arbeitsgesellschaft” (www.unrast-verlag.de); sowie von “Grundeinkommen. Soziale Sicherheit ohne Arbeit” (www.deuticke.at) und “Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern” (Ueberreuter, 2008).

Neue Publikationen sind unter anderem: “Kämpfe um Land“, Mandelbaum-Verlag, 2011, und “Solidarische Ökonomie und Commons“, Mandelbaum-Verlag, 2012. Auf englisch ist “Land and Resource Scarcity” erschienen (Routledge, 2013). Daneben zahlreiche Artikel für Zeitschriften und Broschüren.

Seit 2010 Aktivist bei Solidarisch G’sund, Seit 2012 beim Projekt “Bodenfreikauf” aktiv. Seit 2013 betreibt er zusammen mit anderen den Meta-Blog “Transition Europe“.

Konstantin Kulterer, geb. 1973, lebt in Wien. Er ist über Konrad Lorenz und Greenpeace in den 80er Jahren zum Umweltschutz gestoßen. Im Glauben, dass die Wirtschaft hauptverantwortlich für die Umweltzerstörung ist und dass durch ein Wirtschaftsstudium Lösungsansätze zu finden seien: Diplomarbeit bei Alexander van der Bellen im Bereich Umweltökonomie. Nach Beschäftigung mit technischen Lösungsoptionen (Umwelttechnik-Studium BOKU, TU) praktisch damit befasst, Möglichkeiten innerhalb des Systems zu suchen, theoretisch aber damit, das System zu hinterfragen. Autor von “Die Grenzen des Kapitalismus. Wie wir am Wachstum scheitern” (Ueberreuter, 2008)

Mark Ostman, geb. 2009, alter ego Leg Westfrau

Wie entstand das Social Innovation Network?

Die Frühgeschichte des Sinet reicht ins Jahr 2002 zurück. Einige von uns gründeten damals bei Attac Österreich eine Inhaltsgruppe zum Thema Ökologie und Globalisierung.

Gleich zu Anfang fesselte uns das Thema Wachstum. Wie lässt sich das Wachstum der Wirtschaft mit Ökologie unter einen Hut bringen? Lassen sich diese beiden Ziele überhaupt vereinbaren? Es gab Zweifel. Und wir gingen diesen Zweifeln nach. Dabei stellte sich heraus: Kaum jemand fragte, ob Wachstum mit Ökologie vereinbar ist. Auch Attac nicht, dessen Kernziel neben anderen nämlich ist: durch Wachstum Arbeitsplätze schaffen. Und viele fanden, das könne man mit der Ökologie doch gut ergänzen.

Rund drei Jahre werkte diese Ökogruppe bei Attac – eine Zeit spannender Debatten und fruchtbarer Veranstaltungen. Derweil kristallisierte sich das Wachstum als Thema eines Buchprojekts heraus. Als wir uns 2005 von Attac lösten, gründete sich der Zusammenhang schließlich neu als „Social Innovation Network“ – Sinet. Nach den vielen Jahren der Debatte erschien im August 2008 das Buch „Die Grenzen des Kapitalismus – wie wir am Wachstum scheitern“.

Was ist das Social Innovation Network?

Zur Zeit besteht Sinet aus einigen Menschen, die sich darüber einig sind, dass eine wachsende Geldökonomie gegen die Wand fahren wird. Und die deshalb nach einem Ausweg aus dem System des Wachstums suchen. Doch das soll nur der Anfang sein. Sinet soll zu einem Knotenpunkt für alle werden, die den selbstorganisierten Ausweg aus dem derzeit vorherrschenden Entwicklungspfad suchen oder bereits ein Stück weit gegangen sind.

Dabei soll es nicht bleiben. Die ökologische und soziale Krise drängt nach praktischen Lösungen. Deshalb engagieren wir uns einerseits in sozialen Bewegungen zur Globalisierungskritik, der Solidarökonomie und dem Bedingungslosen Grundeinkommen. Andererseits nehmen wir Projekte in Angriff, die eine Anpassung an Peak Oil und den Klimaschutz mit einem Abbau von Herrschaftsstrukturen und der Förderung solidarischer Lebens- und Produktionsweisen verknüpfen wollen.

Dieser Ansatz baut auf expandierende Vernetzungen zwischen Initiativen, die ein freies Zusammenleben auf ökologisches Bewusstsein gründen wollen und will weitere Initiativen in dieser Richtung fördern.

Was bezweckt dieser Weblog?

Wir wollen mit diesem Weblog zwei verschiedene Dinge: Einerseits wollen wir dekonstruieren, Illusionen über die Möglichkeit eines ökologisch nachhaltigen Wachstums aufzeigen. Heute, wo die Diskussion um Umwelt- und Energiekrise auf der Tagesordnung steht, holt der Mainstream das einzige Rezept hervor, das ihm in Zeiten der Krise einfällt: Den Umbau der Technologie, die Energiewende und den “Verzicht” – vor allem jener, die ohnehin schon wenig oder zu wenig für ein gutes Leben haben. Damit wird weder die ökologische Krise bewältigt – im Gegenteil: Beimischungsziele von Agrotreibstoff etwa verschärften soziale und ökologische Probleme sogar. Noch wird dadurch ein gutes Leben aller möglich. Das aber ist das allererste Ziel.

Andererseits möchten wir mit diesem Weblog zeigen: Wo wir Potenziale für einen selbstorganisierten Ausweg aus der Krise sehen, der ein freies Zusammenleben fördert; wo es unserer Meinung nach Sinn macht,  politische Forderungen aufzustellen und wo nicht; und wo es wichtig ist, Kooperationen aufzubauen und Synergien zu entwickeln.

Und schließlich möchten wir allen an sozial-ökologischen Fragen Interessierten frische Infos zu Klimawandel, den fossilen Peaks und Wirtschaftswachstum, zu ökonomischen Krisen, Agrotreibstoffen und Geopolitik, zu Solidarökonomie, sozialen Kämpfen und vieles mehr bieten, die man auf anderen Websites nicht auf diese Weise konzentriert, verknüpft und kommentiert findet. Damit Neues entsteht.

Social Innovation Network

…is a group of activists who criticize competitive society and outline elements of an alternative to the system of growth. We are interested in Peak Oil, climate change and the economic crisis on the one hand and social struggles for solidarity economies, the commons, basic income and many other elements of an alternative on the other.

We have some material in English on this weblog and would like to further expand our English section. If you would like to contribute, please mail at: andreas.exner ÄT aon.at

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